Dauer und Umfang

Die Ausbildung umfasst 36 Stunden Theorie und 36 Stunden Praxis. Theoretische und praktische Prüfung und 3 begleitete Assistenzbesuche.

Theoretische Inhalte

  • Mein Job als Therapiehund - Ausbildung und Einsatz
  • Vom Welpen zum Junghund
  • Hunde und ihr Verhalten: Sozialverhalten und Kommunikation
  • Hunde und ihr Verhalten: Lernverhalten, Stress
  • Anatomie und Erste Hilfe
  • Allgemeine Informationen
  • Demonstration Therapiehunde-Teams im Einsatz
  • Pädagogik 1 - Kindergarten / Anwendung TgP
  • Pädagogik 2 - Schule / Anwendung TgP
  • Kommunikation in therapeutischen Situationen
  • Körperliche Krankheitsbilder / Anwendung TgT
  • Psychische Krankheitsbilder / Anwendung der TgT
  • Recht, Hygiene, Ethik
  • Organisation einer tiergestützten Therapie

Praxisbezogene Inhalte

Die praktische Ausbildung des Mensch-Hund-Teams umfasst unter anderem:

Akzeptanz von Nähe und Bedrängen

Arbeiten unter Ablenkung

Übungen zu Nähe & Distanz

Umgang/Verhalten in und mit Gruppen

Gewöhnung an ungewohnte Bewegungsmuster

Gewöhnung an ungewohnte Umweltreize

Voraussetzungen an den Hund

Ihr Hund sollte bei der Abschlussprüfung mindestens 18 Monate alt, körperlich gesund und je nach Rasse nicht älter als 6 Jahre sein. Termine für die Abschlussprüfung werden rechtzeitig bekannt gegeben. In der Regel findet die Prüfung im selben Jahr statt wie die Ausbildung. Eine Prüfung direkt im Anschluss an die 2. Ausbildungswoche ist grundsätzlich möglich, wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind.

Der Hund sollte alle Fertigkeiten beherrschen, die einen wohlerzogenen, menschenfreundlichen Hund kennzeichnen, den man überall hin mitnehmen kann. Je besser die vorhandene Basis ist, umso leichter können spezielle Fertigkeiten für die Einsätze eingeübt werden.

Folgende Voraussetzungen erachten wir als wichtig:

o Der Hund beherrscht die Grundsignale (Sitz, Platz, Bleib, usw.).

o Der Hund geht an lockerer Leine mit seinem Besitzer oder einer Fremdperson.

o Der Hund kann ohne zu knurren, ausdauerndes Bellen oder Angriffslust zu zeigen, andere Hunde treffen.

o Der Hund verhält sich ruhig, wenn die Bezugsperson eine andere Person begrüßt, diese sich die Hände reichen und kurz plaudern.

o Der Hund verhält sich ruhig an der Seite seiner/es Besitzerin/ers in einer Gruppe Kinder/Jugendliche, die lärmen, spielen und toben.

o Der Hund bleibt weitgehend ruhig, wenn ihn eine Fremdperson überall am Körper berührt und die Lefzen hebt.

o Der Hund kann unerwartete Geräusche ertragen und zeigt sich dabei nur wenig ängstlich-verstört.

o Der Hund zeigt keine aggressiven oder beschützerischen Reaktionen.

o Der Hund kann aus Spielsituationen abgerufen werden.

o Der Hund gibt Essen, das er gefunden hat, problemlos ab

o Der Hund kann einige Minuten unangeleint sitzen oder liegen bleiben, wenn die Be-zugsperson sich von ihm entfernt.

Während der Praxisteile sind läufige Hündinnen unbedingt vorher anzumelden.

Gegen eine zusätzliche Gebühr (50 Euro) können Sie an einer Verhaltensbeobachtungteilnehmen, um zu erfahren, ob ihr Hund sich prinzipiell für diese Ausbildung zum Therapiebegleithund eignet.